„JEDE ZEIT HAT IHRE AUFGABE,
UND DURCH DIE LÖSUNG DERSELBEN RÜCKT DIE MENSCHHEIT WEITER.“
HEINRICH HEINE

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Fr 18. Mär 2022

"KUNSTEUROPAKOSMOS" - AUSTELLUNG UND DISKUSSION IM ATELIER VON HF BERND SCHWARZER

Das Thema im Werk des HF Bernd Schwarzer ist Europa. So hat er in seiner "Europa-Kunsthalle" in Düsseldorf eine Ausstellung organisiert, die sich angesichts des aktuellen Krieges in der Ukraine mit den Werten, der Kunst und der kosmopolitischen Kraft des Kontinents auseinandersetzt.

Der kosmopolitische Naturwissenschaftler HF Jean Pütz moderierte die - auch von weiteren Mitgliedern des Heine Kreises wie HF Dr. Dieter Knoll - gut besuchte Ausstellung mit einem Plädoyer für die intuitive Kraft der Kunst, die sich mit der vernunftfördernden Wirkung der Wissenschaft friedensstiftend verschränken kann. "Die Nationalität mit ihrer Eitelkeit und ihrem Hass ist jetzt morsch und abgenutzt, täglich verschwinden mehr und mehr die törichten Nationalvorurteile", zitierte der erste Vorsitzende des HHK, Dr. Andreas Turnsek, den Namenspatron. Heine sei als Kosmopolit bis ins Mark ein früher Verfechter des anti-nationalistischen, grenzüberschreitenden Gedankens der Völkerverständigung und der europäischen Idee als "grenzenloser" Kontinent der Kunst, Kultur und des Humanismus.

 

Zwar sei Heine vor zweihundert Jahren zu optimistisch gewesen, behalte aber dennoch recht mit seiner realen Utopie. Kunst - wie die Bernd Schwarzers - sei sehr lange schon der kreative Kitt der Völkerverständigung. In unseren Tagen erfüllen diese Funktionen auch andere Bereiche, etwa auch der Sport. Der Bruder des Bürgermeisters von Kiew und ehemalige Boxweltmeister im Schwergewicht, Wladimir Klitzscho, habe dem Fernsehjournalisten Andreas Turnsek in einem bewegenden Interview per Video-Schalte gesagt, "im Boxen gebe es Regeln - in diesem Krieg nicht!". Europa habe Regeln und müsse diese wahren, die Regeln des Humanismus, so Turnsek. Es schlossen sich als Redner der Direktor des Osthaus Museums Hagen, Dr. Tayfun Belgin, zur Bedeutung Europas im Werk Bernd Schwarzers an sowie wie eine theologische Interpretation der Europa-Kunst des Künstlers durch einen katholischen Geistlichen aus Münster. Im anschließenden Rundgang der Gäste entspannen sich viele intensive Diskussionen zu Europa, der aktuellen Situation und zu den Bildern der Ausstellung. Während der Veranstaltung fanden Dreharbeiten für eine Kino-Dokumentation über Leben und Werk Bernd Schwarzers statt.

 

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