„JEDE ZEIT HAT IHRE AUFGABE,
UND DURCH DIE LÖSUNG DERSELBEN RÜCKT DIE MENSCHHEIT WEITER.“
HEINRICH HEINE

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Mi 04. Dez 2019

TRADITIONELLE ADVENTSFEIER MIT FÖRDERPREISÜBERGABE UND ERSTER HEINRICH HEINE KREIS DINNER SPEECH (FOTOGALERIE) 2. TEIL

Auf den großartigen ersten Akt folgte ein Intermezzo. HF und Kuratoriumsmitglied Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, gab dem HHK die Ehre seines Besuchs. Nur kurz, eine Stippvisite angesichts seines strammen Terminkalenders, wie er in seiner Begrüßungsansprache erwähnte. Er lobte die engagierten kulturfördernden Aktivitäten und die auf Verbesserung eines friedvollen Miteinanders der Religionen, Kulturen und Ethnien bezogenen Initiativen, hob die Bedeutung des HHK für die Stadt und Bürgerschaft hervor, bedauerte, nicht am gemeinsamen Gänseessen teilnehmen zu können, und wünschte abschließend einen weiterhin unterhaltsamen und kommunikativen Abend im festlichen Ambiente des Heinrich-Heine-Saals. Seine mit Lob und Anerkennung gewürzte Tischrede wurde mit viel Applaus bedacht. Nun wurde die Vorspeise aufgetischt, zugleich die Möglichkeit, mit seinen Tischnachbarn ins Gespräch zu kommen.

 

 

Ein klingender Sektkelch bat um Aufmerksamkeit. Zeit für HF und 2. Vorsitzenden Berd J. Meloch den nächsten Programmpunkt zu übernehmen. Einem kurzen Jahresrückblick mit Höhepunkten des Vereinslebens des HHK im auslaufenden Jahr folgte ein Resümee über das mit Medienaktivitäten und Pressearbeit, vor allem anlässlich der Auszeichnung für Zivilcourage von HF Jaques Tilly, erzielte öffentliche Meinungsbild. Eine signifikant gestiegene Awareness, deutliche Zugewinne an Akzeptanz und Sympathie, vor allem beim weiblichen Geschlecht, und ein gewachsenes Interesse an den Aktivitäten des HHK, die sich den aufklärerischen Werten Heinrich Heines verschreiben. Vor allem im Sinne Heines die Trommel schlagen, um für die Wahrung von Toleranz und Respekt in einer qua Grundgesetz pluralistschen Gesellschaft deutliche Zeichen zu setzen. Hervorzuheben: Auszeichnung für Zivilcourage und finanzielle Beteiligung am und Präsenz im Interreligiösen Toleranzwagen als Signal Toleranz wagen im Rosenmontagszug 2019.

 

BJM nutze sodann die Gunst der Stunde und die Anwesenheit langjähriger Heine-Freunde, sie persönlich zu begrüßen und ihr nimmermüdes Engagement für den HHK zur Sprache zu bringen. Persönlich vorgestellt und von BJM begrüßt wurden auch die Ehrengäste des Abend. Zwei junge Damen und ihr Mitstreiter, die den Arbeitskreis der HF Peter Jamin und Jens Prüss als Ideengeber, aber auch kommunikative Sparringpartner tatkräftig unterstützen. Anwesend am gleichen Tisch das Ehepaar Hunder-Conolly, das für seinen Sohn Kevin erschienen ist, der mit dem Förderpreis des HHK ausgezeichnet wird. Bevor das Gänsemenü serviert wurde, fand BJM noch Zeit, anwesende Neumitglieder, weiblich und männlich, dem große Kreis vorzustellen. Seine das gesellige Miteinander initiativ fördernde sowie den Austausch anregende Moderation im klassischen Stil eines parkettsicheren Conférencier wurde im Kreis begeistert aufgenommen und mit lang anhaltendem Beifall gewürdigt. Gute Laune macht Appetit. Ein längeres Intermezzo, sich dem köstlichen Gänsebraten beim Getränk der Wahl zu widmen und das Festmahl als einen sozialen und solidarischen Akt kulinarischer Art zu genießen.

 

Der dritte Akt wurde mit der Übergabe des diesjährigen Förderpreises des HHK in Höhe von € 1.000 eingeläutet. Die Jury hatte sich einstimmig für den jungen Preisträger Kevin Hunder-Conolly ausgesprochen. Kevin, ein fünfzehnjähriger Pianist und begnadetes Musiktalent, Bundespreisträger "Jugend musiziert" 2014, hat mit Hilfe seiner Eltern und weiterer Unterstützer seine brillante Idee in die Tat umgesetzt. Musik ist ein Medium ohne Grenzen, das ohne Sprachen auskommt, um Menschen anzusprechen, zu erreichen, zu verbinden. Integration nennt man das. Da nun viele junge Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien und anderen Ländern das Talent zum Musizieren haben, aber weder ein Musikinstrument noch Musikunterrichtsstunden finanzieren können, hat Kevin für sie das Geld in Form von Spenden im Rahmen eines Benefiz-Konzerts mit seinen Musikfreunden eingespielt. Mit dem Geld können nun Geige oder Flöte angeschafft und der Musikunterricht bezahlt werden. Eine fürwahr spielerische und interkulturelle Form von Integration. Der HHK lobt jährlich den Förderpreis aus, um künstlerische Initiativen und pädagogische Projekte zu unterstützen, die der kulturellen Bildung und der Völkerverständigung dienen, aber noch in der Anfangsphase stehen, noch nicht die großen Lorbeeren empfangen haben und deshalb sich außerhalb des Lichtkegels der öffentlichen Wahrnehmung befinden. Nicht das loben und fördern, das bereits mit Auszeichnungen bedacht worden ist, sondern förderwürdigen Newcomern unter die Arme greifen. In dieser Intention hielt BJM die Laudatio. Da Kevin derzeit an einem Seminar in Edinburgh teilnimmt, übernahmen die Eltern den symbolischen Preisscheck. Die Danksagung hielt Kevins Mutter Frau Birgit Hunder-Conolly. Mit kräftigem Beifall wurden ihre Worte bedacht und dem völkerverbindenden Projekt weiterhin bester Erfolg gewünscht.

 

Noch einige "Takte" zum "Dark Star" Lech Kucharsky. Aus dem Off bereicherte er mit seinem Klavier die festliche Stimmung und frohgesinnte Atmosphäre des Abends. Gut ein Vierteljahrhundert verwöhnt der Pianist, Arrangeur und Komponist musikalisch seine Gäste in der Bar des Steigenberger Parkhotels. Mit Karl-Heinz Theisen sehr verbunden, war es ihm Ehre und Freude zugleich, für den HHK an diesem Abend aufzuspielen und Musik im Heinrich-Heine-Saal erklingen zu lassen, die das Geschehen mit wohltemperierten Tönen und sanften Rhythmen untermalte und begleitete.

 

Zeit für das Finale. Die Schlussworte sprach Dr. Andreas Turnsek. In seiner Ansprache würdigte er das Ehrenmitglied Udo van Meeteren, der immer wieder mit großzügigen Spenden den HHK untestützt und auch mit seiner persönliche Ansprache die Rektorin, Frau Professorin Anja Steinbeck als HHK Dinner Spokeswoman gewinnen konnte. Starker Applaus des Auditoriums für den langjährig treuen Mäzen. Zum Ausklang wurde Dessert gereicht, viele saßen noch lange zusammen, bevor im Heinrich-Heine-Saal die strahlenden Lichter erloschen. Es war ein großer Abend.

 

Gönnen Sie sich die Erinnerung an diese Soiree und widmen Sie sich den schönen Fotos von HF Rolf Purpar, der Augenblicke, Begegnungen, die festliche Atmosphäre und den Spirit des Abends in Bildern eingefangen hat. Mit den letzten Zeilen und dieser Empfehlung verabschiedet sich der Chronist für das auslaufende Jahr, wünscht allen eine frohe Weihnachtszeit und zündet Sylvester ein Feuerwerk bester Wünsche für ein Neues Jahr.

 

(hb)

 

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