„JEDE ZEIT HAT IHRE AUFGABE,
UND DURCH DIE LÖSUNG DERSELBEN RÜCKT DIE MENSCHHEIT WEITER.“
HEINRICH HEINE

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So 10. Apr 2022

Heinrich Heine Kompositionspreis 2021

Gut besucht war der Robert-Schumann-Saal, als kurz nach 17 Uhr die Soirée der Freunde und Förderer mit einem kurzen Grußwort eröffnet wurde. Im Fokus stand die Musik, die in einem reichhaltigen Programm dargeboten wurde. Den Auftakt des musikalischen Reigens bildete eine Sonate von Richard Strauss, die exzellent und einfühlsam von Seoran Kim auf der Violine und James Maddox am Klavier vorgetragen wurde. Nach kräftigem Applaus für die Künstler sprach Dr. Christoph Louven Worte der Begrüßung und zum Anlass der Veranstaltung, der Überreichung des Kompositionspreises des HHK durch HF Dr. Dieter Knoll an den Preisträger Dmitrii Shchukin. Es folgte Dichterliebe op. 48 von Robert Schumann nach Texten von Heinrich Heine. Die Interpreten waren der stimmgewaltige Bariton Tomas Kildisius, der von Gustas Raudonius brillant am Klavier begleitet wurde. Diese Darbietung wurde mit viel Applaus bedacht. Nach dieser musikalischen Einstimmung wurden von der Moderatorin Catharina Ruis Markos HF Dr. Dieter Knoll und der Preisträger zum Interview auf die Bühne gebeten. HF Dr. Knoll erzählte, wie er den Weg zu Heinrich Heine gefunden hatte und was ihn bewog, das Preisgeld, ein monatliches Stipendium von € 350 über Jahresfrist zu stiften. Dmitrii Shchukin verriet dem Publikum, warum seine Wahl auf "Königskind" von Heine fiel, für das er eine zeitgenössische Partitur mit einem Ensemble von Musikerinnen und Musikern der Robert Schumann Hochschule erarbeitet hatte.

 

Der Höhepunkt der Soirée war die Welturaufführung seiner Komposition. Unter Leitung des Dirigenten Farhad Garayusifli musizierten Anna Basharina, Nadia Hashemi, Margot Le Moine und Lukas Döhler zur Stimme von Tomas Kildisius. Eine vortrefflich gelungene musikalische Interpretation der Worte Heines in zeitgenössischen Klangwelten. Brandender Applaus belohnte diese hervorragende Meisterleistung von Dmitrii Shchukin, der sich überglücklich bei seinem Ensemble mit Blumensträußen bedankte. Kurze Zeit zum Atemholen, bis die feierliche Preisübergabe aus den Händen von HF Dr. Dieter Knoll an den Preisträger über die Bühne ging.

 

Zum krönenden Abschluss boten die beiden Schlagwerker Leon Günther und Florian Nabyl Köhn, das Duo ORBIS Percussion, einen musikalischen Leckerbissen der ausgefallenen Art, von Professor Thomas Leander als Knaller angekündigt. Rhythmen und Melodien, hervorgezaubert aus verschiedenen Perkussionsinstrumenten, dröhnten, perlten, sirrten und schwebten durch den Saal. Wie man Rhythmen ohne Instrumente mit dem eigenen Körper hörbar hervorbringen kann, war eine besondere Variante. Stürmischer Applaus zum Abschluss eines fantastischen Spätnachmittags der Musik, der die Besucher in einen sonnigen Frühlingsabend entließ.

 

Fotos von HF Rolf Purpar vermitteln Eindrücke von den Szenen und Höhepunkten der Soirée am späten Nachmittag des 10. Aprils im Robert-Schumann-Saal.

 

(hb)

 

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