„JEDE ZEIT HAT IHRE AUFGABE,
UND DURCH DIE LÖSUNG DERSELBEN RÜCKT DIE MENSCHHEIT WEITER.“
HEINRICH HEINE

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Mi 04. Okt 2017
Jour fixe
mit Damen

"Vom Rhythmus der Bilder — schon ein kleiner Kratzer kann großartig sein, wenn man genau hinhört" (Fotogalerie)

Audio-visueller Vortrag über die Symbiose von Musik und Bildender Kunst von Heine Freund Horst Gläsker, der über seine Aktionen von 1979 bis heute berichtet ...........


Es gibt das Empfinden und die Spiritualität ansprechende und bewegendene Geschehnisse, deren Erleben man nicht angemessen in Worte fassen kann, weil Sprache die Erlebnistiefe und vielfältigen Emotionen einfach nicht zu vermitteln die Kraft besitzt. In die Herrschaftsform von Schrift überführt, zeitigt sich das Ereignis meist als ein an Logik und Rationalität ausgerichtetes Protokoll, das vieles verschweigt, weil es von Schrift nicht eingefangen werden kann. Somit beschränkt sich der Bericht auf die bloße Wiedergabe einer faszinierenden Séance, die der Künstler und Heine-Freund Horst Gläsker seinem Publikum bot, das mit großer Erwartungshaltung zahlreich zum Jour fixe erschienen war.

 

Doch zurück zum Programmablauf. Eingangs begrüßte Bernd J. Meloch den großen Kreis der Heine-Freunde mit ihren Damen und hieß sie zum Jour fixe herzlich willkommen. Nach der Vorstellung des neuen Heine-Freunds Drs. Leo Reynick überreichte Bernd Meloch Heine-Freund Jürgen Wienrich eine Plakette mit dem Bildnis von Heinrich Heine aus dem Nachlass von Karl-Heinz Theisen, die ihm vor zwanzig Jahren in seinem damaligen Amt als Tischbaas der Tischgemeinschaft Heinrich Heine der Düsseldorfer Jonges von dem bekannten Düsseldorfer Künstler Bruno Stane Grill verehrt worden war.  Jürgen Wienrich, amtierender Tischbaas der TG Heinrich Heine, nahm mit Worten des Danks diese Gabe in Empfang. Nach einer kurzen Überleitung von Bernd J. Meloch gehörte die Arena dem Artisten und Meister der Transzendenz Horst Gläsker.

 

Horst Gläsker entführte sein Publikum in eine vielen unbekannte Welt des erweiterten Bewusstseins, indem er Zeugnisse seines langjährigen künstlerischen Schaffens vorführte, die in den archaischen Gefilden einer Symbiose von bildender Kunst und Musik beheimatet sind. Man ist schon geneigt, an die Betrachtungen von Friedrich Nietzsche über die Musik als ursprüngliche Weise der sich zur Sprache bringenden Kraft der Dinge durch die Musik anzuknüpfen, die Horst Gläsker als Schamane, so das Urteil von Dr. Hartmut Dessert, in die Erinnerung, ins Leben zurückruft. Musik und Tanz vereinigte die Dinge und die frühen Menschen. Er verwandelt banale Gegenstände in Klangkörper, die so ihr Sein verkünden, das ihre Zweckmäßigkeit und den Nutzen transzendiert. Vogelbaum, Orgelstuhl, Fischkuss-Stuhl sind Exponate, die in seinem Aktionskonzert virtuos ihre Musik zum Hörerlebnis entfalten. Tanz des Schüttelgeistes ist eine fantastische Performance par excellence, in der die Steinplatten eines Platzes als Klangkörper in den Tanz mit einbezogen werden. Zunächst Tanzfläche des Künstlers, der mit einem bizarren und gestenreichen Samba sie in Vibrationen versetzt, sich dann bäuchlings auf sie bettet, um ihnen ihre Töne zu entlocken, sie aus ihrer Stummheit zu befreien, sie zum Erklingen zu bringen. Die Trennung von unbelebter Materie und Mensch wird in diesem Schritt, in dieser Zuneigung, aufgehoben und es wird eine Einheit gestiftet. Transhumanismus als künstlerischer Akt der Verwandlung des Gegenständlichen in eine Qualität von Leben. Erfahrungen, die tiefe Eindrücke hinterlassen und Sprachlosigkeit hervorrufen.

 

Nach dieser eindrucksvollen Performance, die mit lang anhaltendem Applaus eines begeisterten Publikums bedacht wurde, dankte Bernd J. Meloch Heine-Freund Horst Gläsker für seine die Erwartungen überbietende, überzeugende und alle Sinne ansprechende Vorstellung.

 

Den Abschluss bildete eine kurze Vorstellung des Internetauftritts des Heinrich Heine Kreises durch Bernd J. Meloch. Da die Beamertechnik nicht funktionierte, erläuterte er im Vortrag den übersichtlichen Aufbau in Form von Rubriken und die einfache Navigation. Seine Intention war, die Internetseite als zeitgemäße, zeitnahe und informative Plattform für die interne Kommunikation sowie für die Außendarstellung des Heinrich Heine Kreises auszuloben. Der Content zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus Textbeiträgen und Fotos aus, sodass die Internetseite als ergiebiges Nachschlagewerk genutzt werden kann. Darüber hinaus bietet sie einen Überblick über geplante Jour fixe und Veranstaltungen.

 

Die „Technikpanne“ war Anlass für Bernd J. Meloch, für die Anschaffung eines leistungsfähigeren Endgeräts einen Spendenaufruf zu empfehlen. Für eine optimale Präsentationstechnik müsse künftig gewährleistet sein, das Beamer und Laptop im Handumdrehen einwandfrei miteinander vernetzt werden können, sodass Referenten in kürzester Zeit präsentationsbereit sind, nachdem sie ihren USB-Stick an das Gerät angeschlossen haben.

 

Bernd J. Meloch verabschiedete die Heine-Freunde nach einem wundervollen und erlebnisintensiven Abend im Steigenberger Parkhotel in die kühle Herbstnacht.

(hb)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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