„JEDE ZEIT HAT IHRE AUFGABE,
UND DURCH DIE LÖSUNG DERSELBEN RÜCKT DIE MENSCHHEIT WEITER.“
HEINRICH HEINE

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Mi 06. Dez 2017
Jour fixe
mit Damen

Adventsfeier mit Verleihung des "Förderpreis des Heinrich Heine Kreis 2017" (FOTOGALERIE)

Erstmalig wurde in diesem Jahr im Rahmen unserer traditionellen Adventsfeier im Steigenberger Parkhotel der FÖRDERPREIS HEINRICH HEINE KREIS 2017 vergeben.
Der Vorstand hat ausnahmsweise für das Jahr 2017 zwei Preisträger benannt. Das Preisgeld beträgt jeweils 2.000 Euro. Die Präsentation der beiden Projekte und die Porträts der drei Preisträger sind unter Förderpreise veröffentlicht.


Prolog: Am 6. Dezember feiert die Christenheit den Heiligen Nikolaus, Bischof von Myra. Noch heute wird im Rheinland der uralte Brauch gepflegt, dass am Vorabend der Heilige Mann die Kinder besucht, um sie mit Gaben zu beschenken. Vor der Bescherung indes verliest er von einem Zettel lobend die guten Taten, tadelt aber auch die eine oder andere Missetat. Sein Begleiter, Knecht Ruprecht, im Rheinland Hans Muff genannt, macht seinem Namen alle Ehre, indem er grimmig sein Gesicht verzieht und den jungen Bösewichten androht, sie in den mitgebrachten Sack zu stecken und mit seiner Rute zu bestrafen. Jedoch bleibt es stets bei der bloßen Androhung, die als pädagogische Intervention reine Abschreckung ist und bei den Ertappten Reue und das Versprechen auf Besserung hervorruft.

 

Am frühen Abend des Nikolaustag 2017 stand die traditionelle Adventsfeier des Heinrich Heine Kreises e.V. im Zeichen von Lob und Anerkennung, denn es wurde erstmals der „Förderpreis des Heinrich Heine Kreis 2017“ an zwei Theaterprojekte verliehen. Vor über 100 Gästen, Heine Freunden mit ihren Damen sowie Ehrengästen, wurden in Anwesenheit von Oberbürgermeister Thomas Geisel, Heine Freund und Mitglied des Kuratoriums des Heine Kreises, in Begleitung von Frau Dr. Vera Geisel, die Schauspielschule Nepumuck und das TheaterLabor Traumgesicht e.V. mit dem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet.

 

Gegen 18 Uhr erwartete die Gäste ein Sektempfang mit Flying Buffet, der den Heine Freunden und ihren Damen noch Zeit und Gelegenheit zu Gesprächen und zum Austausch bot. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bernd J. Meloch übernahm Dr. Andreas Turnsek die Moderation, begrüßte in einer launigen Ansprache die Gäste des Abends und bat Oberbürgermeister Thomas Geisel um sein Grußwort. Thomas Geisel würdigte in seiner Ansprache das Engagement des Heinrich Heine Kreises und betonte seine Freude darüber, dass die Heine Freunde diesen Förderpreis ins Leben gerufen haben. Damit leitete er nahtlos zur Preisverleihung über, den die Preisträger Wolfgang Keuter und Gianni Sarto, TheaterLabor Traumgesicht e.V., und Katja Henkel, Schauspielschule Nepumuck, unter starkem Applaus entgegen nahmen.

 

Im Anschluss präsentierten Wolfgang Keuter und Gianni Sarto eindrucksvoll die künstlerischen Intentionen und die schauspielerische Arbeit in einem Video, das am Beispiel der Inszenierung von Büchners Leonce und Lena Einblicke in das künstlerische Schaffen der beiden Theatermacher bot. Nach dieser Präsentation erzählten die beiden die lange Geschichte des Schau-Spiels als Weg, das ihren gemeinsamen Lebensweg begleitet hat, die mit viel Applaus belohnt wurde.

 

Ob er wollte oder nicht. Heine Freund Rolf Purpar wurde zur Bühne gebeten, um für seine Verdienste als Haus- und Hoffotograf der Veranstaltungen des Heine Kreises mit der Heine-Büste ausgezeichnet und geehrt zu werden. Nach dem langanhaltenden Applaus fand er Worte des Danks und ging wieder seiner Arbeit nach.

 

Zeit für den delikaten Gänsebraten oder die mundende Poularde, serviert mit Apfelrotkohl, Klößen und Maronen, flugs aufgetischt und mit Appetit und Genuss verzehrt. Gut eine Stunde Zeit ließen sich die Gäste, bei Wein oder Wasser diese Köstlichkeiten zu genießen.

 

Katja Henkel wurde auf die Bühne gebeten, um die Geschichte von Nepumuck zu erzählen. Begleitet von ihrer Tochter, berichtete sie, dass ihre Tochter den Anlass gab, eine Kinderschauspielschule zu gründen, weil es in Düsseldorf vor zwölf Jahren kein Angebot gab. Aus den erfolgreichen Anfängen erwuchs eine Erweiterung der angebotenen Kurse und die Aufnahme von speziellen Trainings für Erwachsene. Persönlichkeitsentwicklung ist das Kernziel ihres Engagements, das sie am jetzigen Standort optimal erzielen kann, weil die Räumlichkeiten Platz für ein kleines Theater mit Bühne bieten. Mit viel Applaus wurde sie für diese Erfolgsstory bedacht.

 

 

Abschluss des Programms waren die Worte zum Advent, für die Olaf Schaper wieder gewonnen werden konnte. Der Stall zu Bethlehem, die Flucht nach Ägypten versetzte Pfarrer Schaper in das Zeitgeschehen der Debatte um Migranten und Orientalen und veranschaulichte mit dem 4. König die Taten der Nächstenliebe dieses Königs, der Kaspar, Melchior und Balthasar nicht einholen konnte, weil er mit seinen Edelsteinen, für das Kind in der Krippe gedacht, aufgehalten wurde, um Menschen aus lebensbedrohlicher Not zu helfen.

 

Mit dieser Einstimmung auf die Weihnachtsbotschaft klang der Abend langsam aus. Draußen fegte ein bitterkalter Wind, der den mit warmen Herzen erfüllten Gästen dieses erlebnisreichen Abends auf ihrem Heimweg nichts anhaben konnte.

 

Der Heinrich Heine Kreis kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken und hat mit dem Förderpreis einen weiteren Beitrag zur Unterstützung ambitionierter und in ihren Metiers engagierter Künstler geleistet. „Die Kunst des schönen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in demselben Maße, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen Zugreifens täglich allgemeiner gedeiht.“ (Heinrich Heine)

 

 

 

 

Danksagung

 

an Bernd J. Meloch, der als kompetenter Eventmanager, einfallsreicher Regisseur und umsichtiger Maître de Plaisir die perfekte Organisation ausgearbeitet, ein ausgefeiltes Programm en detail konzipiert und für einen harmonischen Verlauf dieser Soiree gesorgt hat

 

an Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, der ungeachtet seiner terminlichen Verpflichtungen mit Ehefrau Dr. Vera Geisel zur Preisverleihung erschienen ist und mit seiner Präsenz und Ansprache der Auszeichnung ihre Dignität verliehen hat

 

an Dr. Andreas Turnsek, der in seiner Doppelrolle als Moderator und Laudator in seinen mit treffenden Heine-Zitaten unterlegten Ansprachen und in seinen Laudationes stets die richtigen Worte fand und in der klassischen Form  eines Conférencier brillant das Programm begleitete.

 

an die Hauptsponsoren des Förderpreis Heinrich Heine 2017, namentlich die Heine Freunde Dr. Wulff Aengevelt, Friedrich-Wilhelm Hempel, Thomas Geisel, Stephan Heitmann und in Abwesenheit Udo van Meeteren, die mit ihrer großzügigen finanziellen Unterstützung die Auszeichnung zweier Preisträger ermöglicht haben

 

an Pfarrer Olaf Schaper, der mit seinen Erzählungen zum 4. König die christliche Botschaft von der durch Toleranz und Hilfsbereitschaft geprägten Nächstenliebe in einem zeitgemäßen Gewand erscheinen ließ

 

an Rolf Purpar, der dank seines untrüglichen Blicks für fotogene Szenen und Motive mit seiner Kamera unermüdlich „Moments of time“ einfing und damit das Zeitgeschehen für die Erinnerung an einen wunderschönen Abend festhielt

 

an Carsten Fritz, der als Chef des Steigenberger Parkhotels ein parkettsicheres Spitzenteam für den Service aufgestellt hat, das keine Wünsche offen ließ, und dessen sterneverdächtige Köche kulinarische Köstlichkeiten zauberten, die Leib und Seele verwöhnten

 

an das Tilo Bunnis Jazz Trio, das mit Swing und Retro-Jazz für eine stets lockere Atmosphäre sorgte und die Harmonie des Abends musikalisch untermalte

 

an alle Heine Freunde und ihre Damen, die mit Ihrer Anwesenheit, mit Ihrer Aufmerksamkeit für das Geschehen und ihrem Applaus für die Preisträger, die Laudatoren, Pfarrer Schaper und dem Tilo Bunnis Jazz Trio für prächtige Stimmung sorgten und zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

(hb)

 

 


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