„JEDE ZEIT HAT IHRE AUFGABE,
UND DURCH DIE LÖSUNG DERSELBEN RÜCKT DIE MENSCHHEIT WEITER.“
HEINRICH HEINE

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Sa 04. Nov 2017
Buchveröffentlichung

"Von Aapefott bis Zapperlot"

Heine-Freund Heinrich Spohr erklärt rund 300 Begriffe der Düsseldorfer Mundart.     Sprache ist ein Spiegel der Seele. So beginnt der Bericht von Jörg Janssen in der Rheinischen Post vom 04.11.2017, der hier auszugsweise wiedergegeben wird. Und wer in die Seele des Düsseldorfers blicken will, sollte sich Zeit nehmen für das neueste Buch von Heinrich Spohr. "De Aapefott böllkt Zapperlot" hat es der Linguist und Kenner des Rheinischen genannt, was im Hochdeutschen frei mit "Der Drecksack brüllt: Verdammt noch mal" übersetzt werden kann. .......



Doch im Rheinischen klingt es nicht so derb wie in der Hochsprache. "Wer die Mundart der Düsseldorfer auf sich wirken lässt, spürt viel Humor und Herzenswärme", sagt Verleger Bruno Kehrein, der den Nachfolgeband von Spohrs "Dr. Affekat em Zupperjröns" bei Grupello veröffentlicht.
 

175 Seiten stark ist der Band, in dem Spohr an die 300 Mundart-Begriffe erklärt. So erfährt man, dass Dotzwasser für Mineralwasser steht, weil die Flasche früher meist mit einer kleinen runden Kugel aus Glas ("Dotz") verschlossen wurde.

Oberbürgermeister Thomas Geisel lobte Spohrs Engaement: "Der besondere Klang der Mundart vermittelt ein echtes Hematgefühl."

 

Mit folgenden Worten dankte Heine-Freund Heinrich Spohr unserem OB und Heine-Freund Thomas Geisel:

 

Leeve ehschde Baas von de Börjerslütt en onser Stadt!

Werter Herr Geisel!

Jede Sprache lebt aus ihren Sprachbildern.

Daraus entstehen typische Wendungen, die ihren unverwechselbaren Charakter ausmachen.

Das ist nichts Neues!

Bei der Mundart des Düsseldorfer Rheinisch, der Sprache der Düsseldorfer, ist das nicht anders.

Eine Fülle von Sprachbildern und bedeutungsintensiven Begriffen sind aus der Mundart in die Hochsprache eingeflossen und dort gebräuchlich geworden, nicht nur 'bekloppt oder Jedöns oder Visematente'.

Darüber hinaus benutzen wir viele Ausdrücke, ohne ihre Herkunft, ihre Etymologie und ursprüngliche Bedeutung zu kennen:

Jeseier, Tusnelda, Rajufeng, dat Mensch, Plümmohkruffer, Azvänzziet, Pähdsverstangk, Klammeraap, Overbelker Vörhemp

Zahlreiche Gespräche in den Düsseldorfer Ortsteilen und Städten um Düsseldorf, viele Anregungen aus der Leserschaft, das Suchen und Finden in der Düsseldorfer Mundartliteratur haben die Herkunft und den Sinngehalt der Begriffe aufgehellt. Dabei konnten Verbindungen aufgezeigt werden, die selbst alteingesessene Düsseldorfer zum Staunen bringen.

Alle vorgestellten Begriffe werden in dieser Sammlung eingebettet in ihre sprachliche Anwendung, in Beispielsätze, so dass der Leser und die Leserin diese direkt selbsttätig anwenden können.

Der weite Bogen der Bedeutung der Begriffe reicht vom Althochdeutschen, Altfranzösischen, Jiddischen, Niederdeutschen bis ins Heute. Das zeigt, wie interessant und lebendig Mundart ist. Mundart ist eben keine 'platte' Sprache!

Dieses Werk – De Aapefott böllkt Zapperlot – ist der Folgeband des 'Affekat em Zuppejröns (2015) und in gewisser Weise die Ergänzung des Ende 2013 erschienenen erfolgreichen Großen Wörterbuchs der Düsseldorfer Mundart, das ein reines Sprachwörterbuch ist und daher die Etymologie weitgehend aussparen musste.

Für jeden Bewohner Düsseldorfs, ob hier gebürtig oder hier sesshaft geworden, für jeden, der die Düsseldorfer Mundart und damit die Düsseldorfer verstehen will, ist diese neue Sammlung eine Fundgrube zum Nachschlagen, Stöbern, Entdecken und Erlernen des Düsseldorfer Rheinisch.

Es har Freude gemacht diese 300 Rheinischen Begriffe zu erläutern. Und die Freude wird anhalten, wenn sie sich auf die Leser beim Stöbern und Entdeckern überträgt.

Ech dank Üch!


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