„JEDE ZEIT HAT IHRE AUFGABE,
UND DURCH DIE LÖSUNG DERSELBEN RÜCKT DIE MENSCHHEIT WEITER.“
HEINRICH HEINE

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Heinrich Heine
Heine stellt sich vor

Gestatten Heine, Heinrich, Harry, Henri, Henry

alle diese Namen klingen gut, wenn sie von schönen Lippen gleiten.
Ich hatte schöne Lippen,
eine schöne, leicht gebogene, scharf geschnittene Nase,
einen träumerischen Blick,
und eine unverwüstliche heitere Laune,
die schon damals durch mein körperliches Befinden bedingt war.

An eine Unsterblichkeit glaubte ich nicht.
Alle großen Männer glauben an keine Unsterblichkeit,
Cäsar....., Shakespeare....., Goethe......

Man sagt, ich soll sehr eitel gewesen sein,

und meinen Freunden missfiel,
dass ich meine Witze immer zuerst
und am meisten belachte........

Um meine Wiege spielten die letzten Mondlichter des achtzehnten
und das erste Morgenrot des neunzehnten Jahrhunderts.

Welch eine Zeit, in die ich hineingeboren wurde.
Die Schreckensherrschaft des französischen Revolutionärs
Robespierre war niedergerungen
und der kleine, stolze Korporal Napoleon Bonaparte,
führte die Franzosen, beseelt von einem neuen Nationalgefühl,
von einem Krieg in den nächsten.
Er schien unbesiegbar.
Deutschland teilte er neu auf.
Düsseldorf stand unter seinem Protektorat.

Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön,
und wenn man in der Ferne an sie denkt
und zufällig dort geboren ist,
wird einem wunderlich zumute.
Ich bin dort geboren, und es ist mir,
als müsste ich gleich nach Hause gehen.
Und wenn ich sage nach Hause gehen,
dann meine ich die Bolkerstrasse
und das Haus, worin ich geboren bin.


Aus Heinrich Heine ein Mensch

 

 

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